Kulturagentinnen und Kulturagenten Schweiz

Die Kulturtage zum Thema Fabelwesen - Mythen & Legenden - hatten ein Ziel: die Gestaltung einer gemeinsamen Ausstellung für die Schule, die Eltern und die Gemeinde. Mittels verschiedenen Workshops aus verschiedenen Kunstsparten wurden Bilder, Skulpturen, Kurzfilme, Hörspiele, Geräusche und Songs kreiert. Zwar war die Ausstellung schlussendlich nicht öffentlich, aber das Schulhaus verwandelte sich nichtsdestotrotz in eine skurrile Fabelwelt und das selbstgeschriebene Lied «Schimmel im Himmel» wurde zum unausweichlichen Ohrenwurm.

Ein Fabelwesen kann aussehen, sich anfühlen, sich anhören, wie es will. Ein Fabelwesen ist weder richtig noch falsch

Die Auseinandersetzung mit dem Thema der Fabelwesen hat es erlaubt, der Fantasie keine Grenzen zu setzen. Vom Kindergarten bis zu den Lehrpersonen wurden Wesen gesponnen, gemalt, gefilmt, verdreht, verschönert, vernachlässigt, in den Vordergrund gesetzt oder in den Keller gestellt. Die Fabelwesen waren plötzlich überall. Es ermöglichte ein Erproben von didaktischen Spielräumen, vernetzte sich von allein mit musikalischen, geschichtlichen oder sprachlichen Fächern; die Klassenzimmer, die Gänge, das Treppenhaus und die Gruppenräume wurden umgenutzt und als Ausstellungsräume gebraucht; der Kindergarten und das Primarschulhaus verbanden sich unsichtbar in den Austragungsort der grossen Wahlackerfabelwelt.

Die Kulturschaffenden und Lehrpersonen wurden sehr früh vernetzt, um eine selbständige Organisation und Projektvorbereitungen zu ermöglichen. Diese Unabhängigkeit bewies sich als sinnvoll, da jede Lehrperson den geeigneten Zeitpunkt für die Workshops bestimmen konnte. Einen Einblick in die Kulturtage, die sich über zwei Monate verteilten, sind im Video ersichtlich.

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